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Indien 2026: Das Freihandelsabkommen hat die Tür geöffnet – sind Sie bereit durchzugehen? 

Mike D. Batra · 21. Mai 2026
Schreibtisch mit indischer Flagge, Laptop mit Indien-Karte, Steuerdokumenten und Taschenrechner: Symbolisch für die neuen Transfer Pricing Regelungen in Indien, die bearbeitet werden müssen

Warum das EU-Indien-Abkommen und geopolitische Verschiebungen den Mittelstand jetzt zum Handeln zwingen.

Indien war lange das Land der großen Versprechen und der kleinen Schritte. Zu komplex, zu bürokratisch, zu weit weg – so lautete das Urteil vieler Entscheider im deutschen Mittelstand beim Thema Markteintritt Indien. Vielleicht auch Ihres? 

Das ändert sich gerade grundlegend. 

Das Handelsblatt hat in seiner aktuellen Ausgabe vom 18.05.2026 beleuchtet, wie deutsche Unternehmen den Schritt nach Indien wagen – und warum dieser Moment kein Zufall ist. Unser Geschäftsführer Mike D. Batra kommt mit seiner Einschätzung zur aktuellen Marktdynamik zu Wort. Auch unter den porträtierten Unternehmen: unser Kunde Flottweg, ein bayerischer Maschinenbauer, der Indien gerade als 13. Auslandsstandort erschließt. 

Den vollständigen Artikel können Sie hier im Handelsblatt lesen: „Wie Mittelständler von neuen Freihandelsabkommen profitieren“.

Wir möchten das Thema aus unserer Perspektive einordnen – denn wir begleiten diesen Wandel täglich. 

Der Zeitpunkt ist kein Zufall 

Brüchige Lieferketten, geopolitische Konflikte im Nahen Osten, die US-Zollpolitik, wachsende Unsicherheiten in etablierten Handelsbeziehungen: Der Druck auf europäische Unternehmen, ihre Abhängigkeiten zu diversifizieren, ist so groß wie selten zuvor. Gleichzeitig hat die EU im Januar 2026 das lang ersehnte Freihandelsabkommen mit Indien besiegelt. Zwei Kräfte, die in dieselbe Richtung zeigen.

Für uns bei Dr. Wamser + Batra ist das keine Überraschung – und offensichtlich auch nicht für die Redaktion des Handelsblatts, die Geschäftsführer Mike D. Batra für seine Einschätzung zur aktuellen Marktdynamik befragt hat:

Mike Batra
Geschäftsführung

Die aktiv nachfragenden Branchen sind vor allem Maschinen- und Anlagenbau, Spezialchemie und Medizintechnik. Und das Muster hat sich verändert: Viele Unternehmen, die bereits in Indien präsent sind, denken nicht mehr nur an Export. Sie wollen produzieren, montieren, veredeln – in Indien, für Indien Gleichzeitig steigen die Energiekosten in Deutschland weiter – ein zusätzlicher Push-Faktor, der die Produktionsverlagerung in wettbewerbsfähigere Standorte beschleunigt. 

[Lesen Sie mehr: Von der Exportstrategie zur lokalen Produktion & Vom Vertrieb zum Produktionsaufbau].

Was das EU-Indien-Freihandelsabkommen jetzt bedeutet 

Das Abkommen ist seit Januar 2026 Realität – die Details sind Ihnen bekannt [unsere ausführliche Einordnung des FTA aus der Praxis] Was für Entscheider jetzt zählt: Der Wettbewerbsvorteil gehört denen, die früh handeln. 

Zölle sinken, Marktzugänge werden erleichtert, Standards werden harmonisiert – und wer in Indien produziert, profitiert von Zollvorteilen in beide Richtungen: Richtung EU und in die angrenzenden asiatischen Märkte. 

Der entscheidende Timing-Faktor: Unternehmen, die jetzt handeln, sichern sich Standort-, Personal- und Partnervorteile, bevor der Wettbewerb nachzieht. Wer wartet, zahlt in ein bis zwei Jahren mehr – für Grundstücke, Fachkräfte und Netzwerkzugänge. 

Was Flottweg richtig macht 

Ein konkretes Beispiel für diesen Wandel: Flottweg – ein Maschinenbauer aus Vilsbiburg bei Landshut, der Dekanter und Separatoren produziert – hat Indien als 13. Auslandsstandort gewählt. Im westindischen Bundesstaat Goa soll künftig für den lokalen Markt produziert und in die angrenzenden Länder exportiert werden. 

Die Entscheidungsgründe: ein riesiger Markt, niedrige Kosten und qualifiziertes Personal. Was diesen Schritt besonders auszeichnet: Flottweg hat ihn mit Bedacht vorbereitet. Das Unternehmen hat Expertise von innen – ein Manager mit langjähriger Indien-Erfahrung – und von außen geholt: uns als deutsch-indischen Dienstleister für Gründung, Grundstückskauf und lokale Verankerung. 

Für Flottweg-COO Jörg Lengenfelder war das EU-Indien-Freihandelsabkommen ein entscheidender Faktor: 

„Das war schon auch ein Trigger. Wenn die Zölle deutlich sinken, ist das für uns sehr attraktiv.“ 

Als Mittelständler mit rund 1.300 Mitarbeitenden sei es aber auch wichtig gewesen, die rechtlichen, steuerlichen und regulatorischen Tücken des Landes mit erfahrenen Partnern zu navigieren. 

Genau das ist der Ansatz, den wir für richtig halten. 

Schnelligkeit ist gut. Vorbereitung ist besser. 

Das Freihandelsabkommen schafft Momentum – aber Momentum verführt zur Eile. Und Eile ist in Indien selten ein guter Ratgeber. 

Indien braucht Zeit, Vertrauen und Präsenz. Deshalb organisieren wir für unsere Kunden gezielte Markterkundungsreisen: um den Markt zu erleben, echte Entscheider zu treffen und sich ein realistisches Bild von Preisen, Anforderungen und der Qualität potenzieller Partner zu verschaffen – bevor eine weitreichende Entscheidung fällt.

Und wenn die Entscheidung fällt: Wir empfehlen mittelfristig den Aufbau einer eigenen Unternehmenstochter mit lokalem Team. Nicht weil es der einfachste Weg ist, sondern weil er volle Kontrolle über Preisgestaltung, Kundenbeziehungen, Qualitätsstandards und die eigene Marke sichert. 

Was Sie jetzt tun sollten 

Indien ist kein Thema für später. Die geopolitischen Weichen werden gerade gestellt. Das Freihandelsabkommen ist unterzeichnet. Ihre Wettbewerber bewegen sich bereits. 

Die entscheidende Frage ist längst nicht mehr ob Indien – sondern wie

Sprechen Sie mit uns. Wir sind ein deutsch-indischer Beratungs- und Dienstleistungspartner mit Sitz in Bochum und sechs Standorten in Indien. Wir begleiten Unternehmen bei komplexen Fragestellungen im Indiengeschäft – vom Markteintritt über den Aufbau von Strukturen bis zum nachhaltigen Wachstum auf dem indischen Subkontinent. 

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Den vollständigen Handelsblatt-Artikel lesen: Zum Artikel „Wie Mittelständler von neuen Freihandelsabkommen profitieren“.